INTERKULTURELLE KOMPETENZ

Heutzutage sind der Umgang und das Aufeinandertreffen mit Menschen aus uns fremden Ländern und Kulturkreisen alltäglich geworden. Dennoch erscheinen uns verschiedene Verhaltensmuster dieser Menschen als ungewohnt und befremdend. Sie wecken in uns eine gewisse Unsicherheit. Nicht selten ist folglich der gegenseitige Umgang geprägt von Berührungsängsten, Vorurteilen und Misstrauen.

 

Dies kann, muss jedoch nicht zu Konflikten führen, wenn man bereit ist, über andere Kulturen zu lernen und sie zu verstehen. Interkulturelle Kompetenz ist die Kommunikations- und Handlungsfähigkeit, in genau den Situationen, in denen Kulturen kollidieren. Nicht in jeder Situation ist das gleiche Handeln angebracht und erforderlich.

 

Interkulturelle Kompetenz bedeutet, dass man über die eigene Wahrnehmung und Erfahrung hinaus eine gewisse Sensibilität für das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen aus anderen Kulturkreisen entwickelt.

 

„Sicherheit gemeinsam gestalten – Polizei und Migranten im offenen Gespräch“

 

In der „bunten“ Stadt Mannheimleben bekanntlich Menschen aus 170 Nationen. Dass sich die Polizei dort längst auf die multikulturellen Herausforderungen eingestellt hat, zeigt sich an vielen Beispielen. Der Umgang mit Migranten und somit mit fremden Kulturen gehört bei der Mannheimer Polizei inzwischen zum Alltag, weshalb interkulturelle Kompetenz für Polizeibeamtinnen und –beamte eine unverzichtbare Schlüsselqualifikation darstellt.

 

Ziel dieses Projekts ist es, die tatsächlichen Probleme im gegenseitigen Umgang von Polizei und Migranten in der erforderlichen Offenheit zu benennen und zu diskutieren. Was im Alltag bekanntlich kaum möglich ist. In diesem Projekt geht es weniger um eine Klassische Wissensvermittlung, sondern mehr um einen Informationsaustausch auf emotionaler Ebene im Sinne, was fühle und spüre ich, wenn ich als Polizist oder eben Migrant an der Stelle des anderen stehen würde und diese „problematischen Verhaltensweisen“ erleben müsste.

 

Im Weiteren soll Bewusstsein und Sensibilität für die Problematik geschaffen sowie gegenseitiges Verständnis geweckt und Vertrauen zueinander gestärkt werden. Ein weiteres wichtiges Ziel dieses Projekts ist aber auch, insbesondere muslimische Migranten deutlich mehr in die Kommunale Kriminalprävention einzubinden mit der Folge, die Identifikation der muslimischen Bürgerschaft an „ihre“ Polizei – aber auch „ihre“ Stadt zu fördern Der Aufbau eines kontinuierlichen Netzwerks mit möglichst vielen Akteuren wird durch dieses Projekt ebenfalls nachhaltig unterstützt.

 

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass als Besonderheiten dieses Projekts das regelmäßig stattfindende Speed-Dating und die in einem bisher unbekannten Ausmaße geführten Gespräche über sog. Tabuthemen genannt werden können.

Das Projekt führt das Polizeipräsidium Mannheim in Kooperation mit der Stadt Mannheim und der Unterstützung des Mannheimer Instituts für Integration und interreligiöser Dialog e. V. und dem Verein Sicherheit in Mannheim e. V. durch. Es steht unter der Schirmherrschaft der baden-württembergischen Ministerin für Integration, Bilkay Öney.

Förderverein Sicherheit in Mannheim  e. V.

Geschäftsführer:

Hans-Georg Schuhmacher

Geschäftsstelle SiMa e. V.
Karl-Ludwig-Str. 28-30
68165 Mannheim

 

 

Tel.: 0621/293-9036
Fax.: 0621/293-479036

Email-Kontakt (31.SIMA@mannheim.de)


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