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Arbeitskreis entwickelt Präventionspaket
Am 22. Juli übergab Bürgermeister Lothar Quast Mannheims erste Legalfläche für Graffiti an die Graffitikünstler Michael Vogt und Normann Achenbach.
Die sogenannte „Hall of Fame“ am neckarstadtseitigen Pfeiler der Jungbuschbrücke wurde damit den Graffitikünstlern zur eigenverantwortlichen Betreuung überlassen.
Legale Freiflächen als Ausweichangebote für die Sprayer - in der Szene „Writer“ genannt - standen seitens der Stadt Mannheim bislang nicht zur Verfügung.
Es gibt geduldete Flächen, etwa auf dem Privatgelände der St. Gobain Glaswerke auf dem Luzenberg und der Fa. Metallbau Schmidt in Mannheim-Schönau, die von der Szene rege angenommen werden.
Neu ist aber die Überlassung einer stadteigenen Fläche für Graffiti in die Selbstverwaltung von Graffitikünstlern, die dann ohne Motivabsprache mit der Stadt besprüht werden darf.
Das sogenannte „Mannheimer Modell“ einer städtischen „Hall of Fame“ unterscheidet sich von den Freiflächen anderer Städte wie Heidelberg oder Karlsruhe dadurch, dass es die verantwortlichen „Kümmerer“ Michael Vogt und Normann Achenbach gibt. Grundlage der Kooperation bildet ein Vertrag, der der den beiden die Fläche für vorläufig ein Jahr überlässt. „Sprühen“ ist täglich von 10 bis 22.00 Uhr nach Anmeldung unter der Rufnummer 0176/65597283 erlaubt.
Arbeiten außerhalb dieses Brückenpfeilers und außerhalb dieser Uhrzeit bleiben illegal.
Das Projekt wurde vom Arbeitskreis Graffiti entwickelt, den Oberbürgermeister Dr. Kurz im Jahr 2008 auch auf Anregung des Polizeipräsidiums Mannheim ins Leben rief.
In dem Arbeitskreis ist u.a. die Ermittlungsgruppe Graffiti sowie die Kriminalprävention vertreten.
Der Stadtrat stimmte im Frühjahr 2009 zu.
Die Legalfläche für Graffiti ist der erste Baustein einer Gesamtkonzeption zur Eindämmung illegaler Graffiti.
Weitere Informationen:
Ermittlungsgruppe Graffiti
PHM Jürgen Willms
Tel.: 0621/3301 252
und
Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle
EPHK Claus Himburg
Tel. 0621/174-3010